Geschichte des Horrorfilms – Von den 1960ern bis heute

Der Horrorfilm ist ein Genre, dessen Geschichte bis zu den Anfängen der Filmkunst zurückgeht und das sich in dieser Zeit vielfach entwickelte.

Der Horror- oder Gruselfilm hat es sich zum Ziel gemacht beim Zuschauenden Gefühle von Angst, Schrecken, Schaudern und Verstörung zu erzeugen. Im Laufe der Geschichte gab es dazu mehr und weniger erfolgreiche Versuche.

Die Entwicklung des Horrorfilms in den 60er Jahren

Waren die 1950er für das Genre eher unbedeutend (Geschichte des Horrorfilms – Von den Anfängen bis zu den 1950er), zeigte sich im darauf folgenden Jahrzehnt der Horrorfilm von seiner besten Seite. Kultfilme wie Alfred Hitchcocks Psycho (1960) oder Die Nacht der lebenden Toten (1968) von dem damals völlig unbekannten Regisseur George A. Romero entstanden.

Insbesondere Letzterer gilt als Meilenstein der Geschichte des Horrorfilms, da er den Zombiefilm gründlich revolutionierte. So stellten Zombies nicht mehr durch Schwarze Magie und Voodoo-Zauber erschaffene, willenlos umherwandernde Geschöpfe dar, sondern sich von Menschenfleisch ernährende, eigenständig handelnde Untote, die die Zivilisation als Ganzes bedrohen.

Eine weitere Entwicklung des Horrorgenres vollzog sich durch Roman Polanskis Werk Tanz der Vampire aus dem Jahr 1967. Dieser Film öffnete die Tore für ein Subgenres welches bis heute immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, nämlich das der Horror-Komödie. Denn der Tanz der Vampire war das erste "große" Werk, welches typische Horrorfilmklischees aufnahm und parodierte.

Allerdings wurde zu dieser Zeit auch noch eine weitere Entwicklung des Horrorgenres, nämlich die in Richtung der Gewaltdarstellung, deutlich sichtbar. So versuchte man beispielsweise das Essverhalten menschenfresserisch veranlagter Zombies möglichst effektbetont darzustellen. Diese stärkere Darstellung der Brutalität bildete die Grundlage der, sich vor allem in den folgenden Jahrzehnten entwickelnden, Slasher-Filme

Die Entwicklung des Horrorfilms in den 70ern und 80ern

Wie bereits erwähnt stellten die Slasher-Filme eine der bedeutendsten Entwicklungen des Horrorgenres zu dieser Zeit dar. Zu den wohl bekanntesten Werken dieses Subgenres gehören Blutgericht in Texas (oder auch Das Kettensägenmassaker, 1974), Halloween – Die Nacht des Grauens (1978), Freitag der 13. (1980), Nightmare – Mörderische Träume (1984) oder Chucky – Die Mörderpuppe (1988). Viele dieser Filme bildeten den Anfang langer Fortsetzungsreihen.

Neben dem Schlachten der Slasher rückte auch der Okkultismus in Zusammenhang mit dem Teufel in den Mittelpunkt des Horrors, sodass beispielsweise Filme wie Der Exorzist (1973) oder Das Omen (1976) gedreht wurden.

Zusätzlich entwickelte sich, vorangetrieben durch Der weiße Hai (1975), der Tierhorror. Diese Entwicklung ging sogar so weit, dass inzwischen wohl fast jede Tierart – von Nacktschnecken über Spinnen zu Wölfen – mindestens einmal ihren Auftritt als "Bösewicht" eines Horrorfilms genießen konnte.

Die Entwicklung des Horrorfilms in den 90ern und heute

Die neueren Filme des Horrorgenres sind vor allem dadurch zu bestimmen, dass sie ältere Ideen aufgreifen und neu wieder in Szene setzen. So sind ein großer Teil der veröffentlichten Filme Remakes amerikanischer Werke der 70er und 80er wie zum Beispiel Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre (2003) oder Das Omen (2006). Aber auch asiatische Filme wurden neu verfilmt, sodass Werke wie Ring (2002) und The Grudge (2004) entstanden.

Neben der Verwendung älterer Ideen für Remakes, wurden diese aber auch in einzelnen Parodien verarbeitet. Shaun of the Dead (2004), als Parodie des Horrorklassikers Dawn of the Dead (1978), wäre ein Beispiel dafür.

Weiterhin wurden vor allem in den 1990ern Psychothriller-Elemente vermehrt in die Filme aufgenommen; sichtbar in Werken wie Das Schweigen der Lämmer (1991) oder Sieben (1995).

Ebenso verhalf die Scream-Trilogie (1996-2000) dem Slasher, wieder an Bedeutung zu gewinnen und die Videospielverfilmung Resident Evil (2002) brachte dem Subgenre des Zombiefilms wieder mehr Aufmerksamkeit.

Insgesamt zeigt sich anhand der vielen veröffentlichten Horrorfilme sehr deutlich wie weit sich dieses Genre im Laufe der Zeit entwickelt hat und immer noch entwickelt.

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